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Pressemeldungen – Unsere Frühstückseier – wo kommen sie her und sind sie auch wirklich „bio“?

Unsere Frühstückseier – wo kommen sie her und sind sie auch wirklich „bio“? Foto:Topfgucker-TV

Publiziert von: Redaktion Topfgucker-TV
Kategorie: Pressemeldungen
Veröffentlicht: 01.03.2016

Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist am Sonntag das gekochte Ei auf dem Frühstückstisch obligatorisch. Doch kann man sich auf Angaben zur Herkunft oder zur Haltungsform „Bio“ bei Eiern auch verlassen? Diesen Fragen ist das CVUA Stuttgart in einem aktuellen Forschungsprojekt nachgegangen. So wurden 2014 mit einer speziell für Hühnereier etablierten Stabilisotopen-Methode zum Aufbau einer Referenzdatenbank Eier aus Baden-Württemberg (23), Niedersachsen (5), Schleswig-Holstein (12) und den Niederlanden (7) untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich Eier aus Baden-Württemberg deutlich von den anderen marktrelevanten Herkünften unterscheiden lassen. Auch konnte das Stickstoffisotopenverhältnis erfolgreich für die Bestätigung der Haltungsform „Bio“ bei den untersuchten Proben herangezogen werden. Anfang 2015 wurden deshalb erste amtliche Planproben aus dem Regierungsbezirk Stuttgart (15) untersucht. Der Fokus dieser ersten kleineren Planprobenserie lag hier vor allem auf Direktvermarktern, Wochen- und Biomärkten. Erfreulicherweise ergaben sich in dieser ersten Momentaufnahme keine Hinweise auf die Verwendung falscher Angaben bezüglich der Herkunft „Baden-Württemberg“ und der Angabe „Bio“.

Hintergrund

Durch ein stetig zunehmendes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher erfreuen sich regionale oder unter ökologischen Bedingungen erzeugte Lebensmittel wie Hühnereier zunehmender Beliebtheit. Auch sind viele Verbraucher bereit für solche Produkte einen Mehrpreis zu bezahlen.

Da sich Angaben zur geographischen Herkunft oder Angaben wie „Bio“ mit herkömmlichen Analysenmethoden allerdings nur schwer überprüfen lassen, besteht ein erhebliches Potential, Billigware durch die Verwendung falscher Angaben zur Herkunft oder Erzeugung für den Verbraucher attraktiver zu machen. Dadurch werden nicht nur die Verbraucher getäuscht, sondern auch die regionalen und nach ökologischen Standards arbeitenden Erzeuger geschädigt. Für den Schutz des Verbrauchers vor derartiger Täuschung kann der Einsatz der Stabilisotopenanalytik (Isotope Ratio Mass Spectrometry, IRMS) einen unverzichtbaren Beitrag leisten.

Prinzip der Stabilisotopenanalytik (IRMS)

Bei dieser im Lebensmittelbereich zunehmend angewandten Analysenmethode macht man sich zu Nutze, dass Elemente wie Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Kohlenstoff (C), und Stickstoff (N) natürlicherweise in leichter und schwerer Form als stabile Isotope vorkommen. Durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie geographische Lage, Klima, landwirtschaftliche Praxis, Bodenbeschaffenheit und Stoffwechselprozesse bilden schwere und leichte Isotope charakteristische Mengenverhältnisse aus, die sog. Isotopenverhältnisse. Nach Überführung der Probe in messbare Gase (H2, CO, CO2, N2) können deren Isotopenverhältnisse mittels Massenspektrometrie bestimmt werden [1]. Während die Wasserstoff- und Sauerstoff-Isotopenverhältnisse vor allem das Klima (Temperatur, Niederschläge) der Erzeugerregion widerspiegeln, erlaubt die Bestimmung der Kohlenstoff- und Stickstoff-Isotopenverhältnisse Aussagen über Fütterungs- und Erzeugungsbedingungen [2].

Bevor Angaben bezüglich Herkunft oder „Bio“ bei Handelsproben allerdings beurteilt werden können, muss zunächst eine statistisch ausreichende Anzahl an authentischen Vergleichsproben untersucht werden. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass die Angaben zur Herkunft oder zur Erzeugung gesichert sind. Ziel ist es dabei als zukünftige Beurteilungsgrundlage eine Vergleichsdatenbank für die jeweilige Fragestellung aufzubauen. Dies stellt einen sehr hohen Aufwand dar. Doch dieser Aufwand lohnt sich, denn letztlich können durch den Vergleich der Isotopenverhältnisse der Handelsproben mit denen der entsprechenden Vergleichsproben die Herkunft und die Angabe „Bio“ analytisch überprüft werden.

Vollständiger Beitrag

food-monitor | Informationsdienst für Ernährung | 23. Februar 2016, 15:59 Uhr |
 

Quelle: CVUA Stuttgart

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