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Pressemeldungen – Calcium und Vitamin D bei Osteoporose: Essenzielle Vitalstoffe für die Knochen

Bananen Foto: Topfgucker-TV

Publiziert von: Redaktion Topfgucker-TV
Kategorie: Pressemeldungen
Veröffentlicht: 15.12.2015

(food-monitor) - Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnt ein langsamer, aber stetiger Abbau der Knochenmasse. Calcium-Mangel kann diesen Prozess beschleunigen und das Entstehen einer Osteoporose begünstigen, wodurch die Anfälligkeit für Knochenbrüche erhöht wird. Vor der Integration von Calcium in das Knochengewebe erfolgt die Aufnahme im Darm, die durch verschiedene Nahrungsbestandteile gehemmt oder verbessert wird. Vitamin D fällt dabei eine Schlüsselrolle zu. Im Doppelpack können die beiden Vitalstoffe zur Gesunderhaltung der Knochen beitragen.

Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist mit Calcium unterversorgt. 46 Prozent der Männer und sogar 55 Prozent der Frauen erreichen die empfohlene  Tagesdosis nicht. Besonders hoch sind die prozentualen Anteile bei weiblichen Jugendlichen sowie bei älteren Menschen. So sind 74 Prozent der 14- bis 18-jährigen Mädchen sowie über 60 Prozent der Senioren nicht ausreichend mit dem Mineralstoff versorgt. (1)

Zusammenhänge zwischen Calcium und Osteoporose

Eine Unterversorgung mit Calcium in den ersten beiden Lebensjahrzehnten ist eher selten, da noch relativ große Mengen Calcium aus dem Darm aufgenommen und in die Knochen eingebaut werden. Doch schon bei Erwachsenen liegt die Calciumaufnahme aus dem Darm bei nur noch 20 bis 30 Prozent, mit abnehmender Tendenz im fortschreitenden Alter. Eng verbunden mit der geringeren Calciumaufnahme ist der Umstand, dass die Knochenmasse ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr zunimmt, sondern ein gradueller Abbauprozess einsetzt, der durch Calcium-Mangel verstärkt werden kann. (2)

Eine langanhaltende Unterversorgung mit Calcium kann zu einer Osteoporose führen, was auf folgenden Mechanismus zurückzuführen ist: Das Calciumlevel im Blut und verschiedene Botenstoffe stehen in einer gegenseitigen Wechselwirkung. Zu diesen Botenstoffen gehören das Parathormon, Vitamin D und Calcitonin. Bei einem Abfall des Calciumlevels im Blut kommt ein Prozess in Gang, bei dem zunächst die Konzentration an Parathormon steigt, und in Folge der Knochenabbau stimuliert wird, wodurch wieder mehr Calcium freigesetzt wird. Dieser Abbau der Knochenmasse kann langfristig zu Osteoporose führen.

Eine Supplementation von Calcium könnte den Anstieg der Parathormonkonzentration hemmen, und dadurch einen Verlust an Knochenmasse bei denjenigen  Personen verhindern, deren Knochenerneuerung zügig verläuft. Dazu zählen beispielsweise Frauen nach den Wechseljahren oder ältere Menschen. (3) Ein Vergleich von 29 Studien mit insgesamt 63.897 Frauen im Alter von über 50 Jahren mit einer täglichen Supplementation von 1200 mg Calcium brachte hervor, dass das Risiko für Knochenbrüche bei 24 Prozent der Frauen zurückging. Andere Studien zeigten Werte mit bis zu 50 Prozent Rückgang. (2)

Nährstoffe mit unterschiedlichen Einflüssen auf die Calciumaufnahme

Ein Mangel an Calcium kann das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen. Dieser Mangel wiederum kann durch den übermäßigen Verzehr bestimmter Nahrungsmittelbestandteile entstehen, die die Calciumaufnahme aus dem Darm einschränken. Beispielsweise binden Fette das Calcium im Darm, wodurch es nicht ins Blut und von dort zu den Knochen gelangen kann. Auch eine eiweißarme Ernährung stellt einen Risikofaktor für Osteoporose dar. Verschiedene Zucker und Omega-3-Fettsäuren begünstigen dagegen die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Am stärksten wird die Calciumaufnahme jedoch von Vitamin D beeinflusst. Das Vitamin verbessert die Absorption aus dem Darm und kann eine geringere Calcium-Aufnahme mit der Nahrung, zumindest zu einem gewissen Teil, kompensieren. (2) Im Zusammenspiel mit Vitamin D kann Calcium die mineralische Knochendichte im Lenden- und Hüftbereich sowie dem Oberschenkelhals um vier bis sechs Prozent erhöhen. (4)

Neue Erkenntnisse zur Osteoporose-Therapie und -Prophylaxe

Bei Studienteilnehmern in Alten- und Pflegeheimen, die mit Calcium- und Vitamin-D-Mangel täglich mit 1200 mg Calcium und 20 µg Vitamin D3 behandelt wurden, ging insbesondere die Zahl der Oberschenkelbrüche zurück. Aufgegriffen werden diese Studien in der Leitlinie 2014 des Dachverbands der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften e.V. (5) Außerdem zeigten Studien in der Vergangenheit, dass die tägliche Einnahme von Vitamin D und Calcium die Sturzhäufigkeit bei älteren Menschen verringert. Als Grund hierfür wird ein muskelstärkender Effekt der beiden Vitalstoffe vermutet. (6) Wichtig ist dabei die richtige Dosierung der Supplementierung. In Studien mit Vitamin-D3-Supplementen wurde die Serumkonzentration von Vitamin D3 auf deutlich über – den von der DGE empfohlenen Normwert von – 20 ng/ml erhöht. Es zeigte sich, dass kein zusätzlicher Vorteil in Bezug auf das Auftreten von Stürzen besteht. (7) Der Einsatz von hochdosierten Produkten ist demnach eher kontraproduktiv. Dennoch stellt eine Supplementierung mit Calcium und Vitamin D3, im Vergleich zu anderen Osteoporose-Therapien, eine risikolose Prophylaxe bzw. Therapie der Knochenkrankheit dar. Bereits Menschen ab 50 Jahren können von einer Supplementierung mit Calcium und Vitamin D3 profitieren.

Quellen:

1) Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel; Nationale Verzehrsstudie II; 2008

2) Stránský M. et al.; Nutrition as prevention and treatment of osteoporosis; Physiol Res. 2009;58 Suppl 1:S7-S11.

3) Shin C. et al.; The risks and benefits of calcium supplementation.; Endocrinol Metab (Seoul). 2015 Mar 27;30(1):27-34

4) Boonen S. et al; Need for additional calcium to reduce the risk of hip fracture with vitamin D supplementation: evidence from a comparative metaanalysis of randomized controlled trials.; J Clin Endocrinol Metab. 2007 Apr;92(4):1415-23

5) Dachverband der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften e.V. ;DVO-Leitlinie 2014 zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Männern ab dem 60. Lebensjahr und bei postmenopausalen Frauen

6) Bischoff-Ferrari M. et al.; Effect of cholecalciferol plus calcium on falling in ambulatory older men and women: a 3-year randomized controlled trial; Arch Intern Med. 2006 Feb 27;166(4):424-30.

7) Glenndenning P, et al.; Effects of three-monthly oral 150,000 IU cholecalciferol supplementation on falls, mobility, and muscle strength in older postmenopausal women: a randomized controlled trial.; J Bone Miner Res. 2012 Jan;27(1):170-6

Pressekontakt:
GIVE – Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V.
Herr Prof. Dr. Stefan Hencke
Geschäftsführer
Friedrichstraße 23 b
70174 Stuttgart
Tel.: +49 (176) 354 571 36
Fax: +49 (711) 365 337 89
www.give-ev.org

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