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Pressemeldungen – Neue Studienergebnisse zeigen: Jeder fünfte Reizdarmpatient hat Gluten-/Weizensensitivität

Neue Studienergebnisse zeigen: Jeder fünfte Reizdarmpatient hat Gluten-/Weizensensitivität Foto:Topfgucker-TV

Publiziert von: Redaktion Topfgucker-TV
Kategorie: Pressemeldungen
Veröffentlicht: 09.04.2016

Völlegefühl, Müdigkeit und Kopfschmerzen sind nur einige der Symptome, die Zöliakie und Reizdarmsyndrom (IBS) gemeinsam prägen. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass bei jedem fünften Reizdarmpatienten eine Gluten-/Weizensensitivität (NCGS) die Ursache der Beschwerden ist. Bei diesen Patienten bessern sich unter Einhaltung einer strikt glutenfreien Ernährung die Symptome. Die Ergebnisse der italienischen Glutox Studie wurden kürzlich im Fachjournal „Nutrients“ veröffentlicht.

Das Ziel der Glutox Studie lag darin, mittels einer doppelblinden, placebokontrollierten Glutenbelastung mit Crossover-Design Patienten mit unterschiedlichen unklaren gastrointestinalen Symptomen auf NCGS zu untersuchen. Dabei wurden 140 Patienten zwischen 18 und 75 Jahren über einen Zeitraum von circa sechs Monaten untersucht. Bei der Studie kam heraus, dass bei einer glutenfreien Ernährung drei von fünf Patienten nicht mehr an den Symptomen und Beschwerden litten, die zuvor auf Reizdarmsyndrom oder auf andere Funktionsstörungen des Verdauungstraktes zurückzuführen waren. Darüber hinaus reagierte einer von fünf IBS-Patienten mit einer Verschlechterung der Symptome auf die blinde Wiedereinführung von Gluten.

Hintergrund der Glutox Studie

„Die Glutox Studie war mit dem Ziel gestartet, der Gluten-/Weizensensitivität eine epidemiologische Größenordnung zu geben“, erklärt Dr. Luca Elli, Koordinator der Glutox Studie und Mitglied des Dr. Schär Institute Komitees. „Aber wir konnten darüber hinaus deutlich zeigen, dass einer von fünf Patienten mit gastroenterologischen Symptomen, die nicht auf eine organische Pathologie zurückzuführen sind, eine Gluten-/Weizensensitivität haben könnte.“

Doppelblinde, placebokontrollierte Methode zur Gewährleistung einer sicheren Diagnose

Die Symptome einer NCGS, die auch mit anderen Pathologien, wie dem Reizdarmsyndrom, einhergehen, legten nahe, dass weitere Forschung notwendig ist. Um zu überprüfen, ob die auftretenden Symptome durch Gluten hervorgerufen werden, entwickelten die Experten im Rahmen der Glutox Studie ein dreiwöchiges glutenfreies Ernährungsprogramm und kontrollierten die Entwicklung der Symptome. Zur Gewährleistung einer korrekten Diagnose wurde eine doppelblinde, placebokontrollierte Methode mit Crossover-Design angewandt, sodass weder die Patienten noch die Ärzte wussten, ob der Patient Gluten zu sich nimmt oder nicht. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Ein Teil erhielt Gluten und der andere Teil ein Placebo, um wissenschaftlich den Unterschied zwischen echten Symptomen und einem Nocebo-Effekt zu erkennen.

Erste Studie mit Berücksichtigung der Diagnosekriterien von Salerno

„Der Erfolg der Studie“, folgert Elli, „liegt darin, dass wir bei den Patienten, die eine Reaktion auf die Glutenbelastung zeigten, eindeutig eine Untergruppe von Patienten mit einer zuverlässigen Diagnose NCGS identifizieren konnten. Dieser Ansatz stellt einen Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Diagnoseprotokolls bei NCGS dar und ist absolut die erste Studie, die die diagnostischen Kriterien (*) der Salerno Experten berücksichtigt.“ Zusätzlich gab es auch ein sehr praktisches Ergebnis. Für eine erhebliche Anzahl von IBS-Patienten besteht die Aussicht, dass es somit eine neue und einfache Lösung für ihre Beschwerden gibt: eine glutenfreie Ernährung. Dadurch können diese Patienten auf eine pharmakologische Behandlung verzichten, die für sie nicht unbedingt geeignet ist und die häufig von Nebenwirkungen begleitet ist.

Bedeutung der Glutox Studie für die Praxis

„Durch die vielen unspezifischen Symptome sowie das Fehlen von Biomarkern lässt sich eine Diagnose Gluten-/Weizensensitivität aktuell nur durch ein Ausschlussverfahren stellen“, beschreibt Dr. med. Michael Schumann von der Berliner Charité das schwierige diagnostische Vorgehen. „Das Ergebnis der Glutox-Studie bedeutet für uns, dass wir bei diffusen bzw. nach entsprechender Diagnostik funktionell einzuordnenden gastroenterologischen Störungen immer auch an glutenassoziierte Erkrankungen denken sollten. Dazu gehören Patienten mit dem Verdacht auf ein Reizdarmsyndrom“, betont Schumann.

Zur Glutox Studie

Die Glutox Studie wurde unter der Schirmherrschaft des italienischen Gastroenterologenverbandes (Associazione Italiana Gastroenterologi ed Endoscopisti Ospedalieri – AIGO) durchgeführt. An der Studie waren 15 gastroenterologische Ambulanzen in Italien beteiligt. Dabei wurden 140 Patienten zwischen 18 und 75 Jahren über einen Zeitraum von ungefähr sechs Monaten untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im Fachjournal Nutrients veröffentlicht (Evidence for the Presence of Non-Celiac Gluten Sensitivity in Patients with Functional Gastrointestinal Symptoms: Results from a Multicenter Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Gluten Challenge, http://www.mdpi.com/2072-6643/8/2/84/htm).

Aktueller Wissensstand zur NCGS

Gluten-/Weizensensitivität ist ein Syndrom, das sich von der Zöliakie unterscheidet. Es wird durch heterogene intestinale und extraintestinale Symptome charakterisiert, die mit der Reaktion unseres Organismus auf glutenhaltige Lebensmittel zusammenhängen. Nach Einschätzung von Experten, die am „International Expert Meeting on Non-Celiac Gluten Sensitivity“ in Salerno teilgenommen hatten, sind 1,5-Mal so viele Menschen von Gluten-/Weizensensitivität betroffen wie von Zöliakie. Durch das Fehlen von spezifischen Biomarkern bei Gluten-/Weizensensitivität wird die Diagnose durch das Ausschlussverfahren gestellt. Patienten, die Symptome aufweisen, die denen der Zöliakie ähnlich sind und die durch Gluten verursacht werden, bei denen aber nach Bluttests und endoskopischen Biopsien keine Zöliakie oder Weizenallergie nachgewiesen werden kann, werden als gluten-/weizensensitiv eingeordnet. Die Symptome tauchen ein paar Stunden oder Tage nach der Glutenaufnahme auf. Im Hinblick auf die Therapie weisen die Experten auf eine glutenfreie Ernährung als Lösung hin, genau wie im Fall der Zöliakie. Allerdings tritt NCGS in vielen Fällen als vorübergehendes Syndrom auf, welches keine lebenslange strikt glutenfreie Ernährung erfordert, wie es im Fall der Zöliakie notwendig ist.

Aktueller Wissensstand zu IBS

Das Reizdarmsyndrom ist eine Krankheit, von der über 15 Prozent der Bevölkerung betroffen sind und welche durch Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, Blähungen und Völlegefühl charakterisiert ist. Von IBS sind hauptsächlich Frauen zwischen 20 und 30 Jahren betroffen, aber auch andere Altersgruppen. In besonders schwerwiegenden Fällen kann IBS die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigen.

Die Dr. Schär Unternehmensgruppe

Dr. Schär ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von innovativen diätetischen Lebensmitteln für besondere Ernährungsbedürfnisse. Die langjährigen Kompetenzen, die enge Zusammenarbeit mit Ärzten, Ernährungsberatern, Wissenschaftlern und Konsumenten und die erfolgreiche Bearbeitung von Nischenmärkten macht die Unternehmensgruppe im Bereich Special Nutrition erfolgreich. Allen Produkten gemeinsam ist das Bekenntnis zu höchster, konstanter Qualität, geprüfter Sicherheit und geschmackvollem Genuss. Dabei gliedert Dr. Schär seine Geschäftsfelder in die zwei Hauptbereiche glutenfrei und Medical Nutrition.
Die langjährige Kompetenz im Bereich der diätetischen Lebensmittel bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär finden Sie unter www.drschaer-institute.com.

* Quelle:
Diagnosis of Non-Celiac Gluten Sensitivity (NCGS): The Salerno Experts’ Criteria – http://www.mdpi.com/2072-6643/7/6/4966

Rubrik(en): Pressefach Dr. Schär AG -> Pressefächer pr4food |  Alexandra Herr | 5. April 2016, 11:47 Uhr |

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